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Sicherheitspsychologie in Organisationen · Fortbildung

Fortbildung Bedrohungsmanagement – inhouse für Erstbewerter und Bewertungsteam

Zwei Fortbildungstage, die aufeinander aufbauen: Tag 1 gibt Führung und Schlüsselrollen den gemeinsamen Ablauf. Tag 2 gibt Erstbewerterinnen, Erstbewertern und dem Bewertungsteam die psychologische Handlungssicherheit. Beides ausschließlich inhouse in Ihrer Organisation, vorbereitet auf Ihre Meldewege und Fälle – in Präsenz oder Live-Online. Keine offenen Termine.

Wissenschaftlich fundiertes Wissen, viel Praxisbezug und Übungen mit Kolleginnen und Kollegen machen die Seminare erlebbar. Was erlebt wurde, wird im Alltag besser umgesetzt.

Ergänzende Schulungen

Bewährt und sofort buchbar

  • Umgang mit schwierigen Situationen
  • Sicherheits- und Fehlerkultur
  • Innentäter-Prävention – aus der Luftsicherheit bewährt

Neu im Programm

Je ein halber Tag, auf Ihre Fälle vorbereitet – bitte vier Wochen Vorlauf.

  • Schwierige Gespräche führen
  • Menschen in Ausnahmezuständen im Publikumsverkehr
  • Drohungen am Telefon, per E-Mail und in sozialen Medien
  • Kollegiale Erstbetreuung nach einem Vorfall
  • Vorzimmer, Pforte, Empfang (90 Minuten)

Für wen

Organisationen mit Publikumsverkehr – Kliniken, Stadtverwaltungen, Landratsämter, Jobcenter, Kundencenter von Versorgern, Verkehrsbetriebe, Schulen, Wohnungsunternehmen: Sie befähigen Führungskräfte und Bewertungsteams, Bedrohungen durch Dritte und aus den eigenen Reihen früh zu erkennen und geordnet zu bearbeiten.

KRITIS und schützenswerte Branchen – Versorger, Luftfracht, Logistik, regulierter Mittelstand: Sie befähigen Führung, Sicherheit und HR, Innentäterrisiken an Verhalten zu erkennen, ohne Generalverdacht.

Sicherheit entsteht nicht durch Etikettierung von Menschen, sondern durch beobachtbares Verhalten, klare Meldewege, interdisziplinäre Bewertung und wirksame Organisationsstrukturen.

Einordnung

Die beiden Seminare bauen aufeinander auf und lassen sich in ein vollständiges Bedrohungsmanagement überführen.

  • Basisseminar – organisationaler Einstieg für Führung und Schlüsselrollen.
  • Vertiefungsseminar – psychologische Handlungssicherheit für das Bewertungsteam.
  • Umsetzung – vom Wissen zum System, als Teil von „Bedrohungsmanagement einführen“.
Bedrohungsmanagement einführen

Tag 1 – Basisfortbildung: Bedrohungen erkennen, Sicherheitskultur stärken, Innentäterrisiken reduzieren

Die Teilnehmenden lernen, sicherheitsrelevantes Verhalten einzuordnen, Beobachtungen angemessen zu melden und organisationale Präventionsstrukturen zu gestalten – ohne Menschen zu profilieren oder zu diagnostizieren.

EckdatenAngabe
ZielgruppeFührungskräfte, HR, Unternehmenssicherheit, Compliance, Arbeitsschutz, Betriebsrat, Krisen- und Notfallverantwortliche – in Organisationen mit Publikumsverkehr ebenso wie in KRITIS und schützenswerten Branchen.
FormatInhouse-Seminar in Ihrer Betriebsstätte, individuell geplant und auf Ihre Organisation vorbereitet; auf Wunsch Live-Online. Keine offenen Termine.
Dauer1 Seminartag (7 Zeitstunden), in Präsenz oder Live-Online, alternativ 2 halbe Tage.
Gruppengröße8 bis 18 Personen, maximal 24.
Vorkenntnissekeine.
MethodenKurzinputs, moderierte Reflexion, Fallvignetten, Kleingruppenarbeit, Prozessmapping, Transferplan.
NachweisFortbildungsnachweis mit Inhalten und Stundenumfang je Person, dokumentierte Lernerfolgskontrolle, optional ausgewertete Transferindikatoren.

Inhalte

  • Sicherheitspsychologische Grundlagen
  • Sicherheitskultur und Human Factors
  • Bedrohungsmanagement als Prozess
  • Warnverhalten
  • Innentäterrisiken
  • Melden und reagieren
  • Fallübung und Transfer

Das nehmen Sie mit

  • Prozessbild Wahrnehmen – Melden – Bewerten – Handeln – Nachhalten
  • Beobachtungs- und Dokumentationshilfe mit Trennung von Fakten und Interpretationen
  • Persönlicher 30-Tage-Transferplan

Tag 2 – Vertiefung für Erstbewerter und Bewertungsteam: Verhaltensveränderungen und sicherheitsrelevante Muster

Beobachten – hinterfragen – kontextualisieren – angemessen handeln.

Wir beobachten Verhalten und hinterfragen unsere Deutung. Wir vergeben keine Etiketten, suchen keine Störung und versuchen keine Diagnose. Entscheidend sind Muster, Kontext, Dynamik und Handlungsbedarf.

EckdatenAngabe
ZielgruppeErstbewerterinnen und Erstbewerter sowie Mitglieder des Bewertungsteams; Führungskräfte, HR, Security, Arbeitsschutz, betriebliche Sozialberatung, Krisenstäbe, Mitglieder interdisziplinärer Bewertungsteams – vor allem in Organisationen mit Publikumsverkehr; für KRITIS als Qualifizierung des Bewertungsteams.
FormatInhouse-Seminar in Ihrer Betriebsstätte, individuell geplant und auf Ihre Organisation vorbereitet; auf Wunsch Live-Online. Keine offenen Termine.
Dauer1 Seminartag (7 Zeitstunden), in Präsenz oder Live-Online; Kompaktmodul 90 Minuten nur zur Sensibilisierung.
VoraussetzungBasisseminar oder vergleichbare Kenntnisse.
Gruppengröße8 bis 16 Personen, maximal 20.
MethodenFachinput, Beobachtungskarten, Hypothesenprüfung, Gesprächssimulation, Falltriage, Transferarbeit.
Abgrenzungkeine Störungskategorien, keine Symptomchecklisten, keine klinische oder forensische Risikobegutachtung.
NachweisFortbildungsnachweis mit Inhalten und Stundenumfang je Person.

Inhalte

  • Grundlagen und Denkfehler
  • Beobachtbare Veränderungen
  • Beobachten und dokumentieren
  • Musterdeutung mit sechs Prüffragen
  • Gespräch und Deeskalation
  • Falltriage und Zuständigkeiten

Das nehmen Sie mit

  • Sechs Prüffragen zur Musterdeutung
  • Beobachtungsbogen mit Dokumentationsstandard
  • Handlungskarte für das Erstgespräch und die Übergabe an zuständige Stellen

Gemeinsame Qualitätsgrundsätze

  • Verhaltens- und kontextbezogene Betrachtung statt Personenetiketten.
  • Trennung von Beobachtung, Interpretation, Bewertung und Entscheidung.
  • Dynamisches Risikomanagement statt Anspruch auf sichere Vorhersage.
  • Verhältnismäßigkeit, Fürsorge, Datenschutz und Schutz der Betroffenen.
  • Aktivierende Didaktik mit Fallarbeit, Transferaufgaben und Lernerfolgskontrolle.

Wirksamkeit

Die Evaluation prüft mehr als Zufriedenheit: Vorher-Nachher-Vergleich, fallbasierte Entscheidung und Selbsteinschätzung der Handlungssicherheit. Nach sechs bis zwölf Wochen erheben wir auf Wunsch Transferindikatoren – Bekanntheit des Meldewegs, Qualität eingehender Meldungen, Zeit bis zur strukturierten Erstreaktion.

Abgrenzung

Die Seminare qualifizieren zur Beobachtung, Musterdeutung, Meldung und strukturierten Erstreaktion. Sie vermitteln keine Störungsdiagnostik. Diagnosen gehören in die Hände qualifizierter Psychotherapeutinnen, Psychotherapeuten, Ärztinnen und Ärzte. Die Seminare ersetzen weder Behandlung noch polizeiliche Gefahrenabwehr.

Buchungsformen

  • Kompakt – ein einzelnes Seminar in Präsenz oder Live-Online, für einen klar abgegrenzten Qualifizierungsbedarf.
  • Intensiv – beide Seminare als zusammenhängende zweitägige Qualifizierung mit vertiefter Fallkonferenz und Gesprächssimulation.
  • Programm – Seminare als Qualifizierungsbausteine innerhalb von Standort-Check, 90-Tage-Aufbau, Innentäter-Baustein und Wirksamkeitsmessung.
Bedrohungsmanagement einführen

Wissenschaftliche Grundlage

Die Konzeption orientiert sich am verhaltensbasierten Behavioral Threat Assessment and Management, an der Forschung zu Warnverhalten, an Erkenntnissen zu Sicherheitsklima und Sicherheitsverhalten sowie an DIN SPEC 14027.

Fortbildung für Ihre Organisation anfragen

Fallbeispiele, Meldewege und Notfallkontakte passen wir vor der Durchführung auf Ihre Organisation an.