Bedrohungsmanagement für Kliniken und Pflege
Für Krankenhäuser, Kliniken, MVZ und Pflegeeinrichtungen: Wir bauen den Ablauf, der nach dem Deeskalationstraining beginnt – von der Notaufnahme über Station, Pforte und Verwaltung bis in den Nachtdienst.
Ihre Ausgangslage
Zwei Drittel der Kliniken melden mehr Gewaltvorfälle als früher, nur 47 Prozent schulen klinikweit (Deutsche Krankenhausgesellschaft, 11/2025). Aggression trifft die Notaufnahme zuerst, aber nicht nur sie: Station, Pforte, Verwaltung und der Dienst in der Nacht sind ebenso betroffen.
Deeskalation ist in vielen Häusern geschult. Was fehlt, ist der Ablauf danach: Wer nimmt eine Drohung entgegen? Wer bewertet sie? Wer entscheidet, wann Polizei, Sicherheitsdienst oder Klinikleitung einbezogen werden? Wer kümmert sich um die Betroffenen und um das Team im nächsten Dienst?
Nur die Hälfte der Betroffenen meldet einen Vorfall der Führungskraft (forsa für die DGUV, 2024). Ohne verlässlichen Meldeweg bleibt das Lagebild der Klinik unvollständig – und die Gefährdungsbeurteilung stützt sich auf Lücken.
Deeskalation und Bedrohungsmanagement – der Unterschied
Deeskalation wirkt in der Situation: am Tresen der Ambulanz, im Patientenzimmer, an der Pforte.
Bedrohungsmanagement wirkt vor und nach der Situation: Beobachtungen werden gemeldet, interdisziplinär bewertet und in abgestufte Maßnahmen überführt – über Schichten und Berufsgruppen hinweg.
Beides zusammen ergibt Beschäftigtenschutz: Die Schulung befähigt die einzelne Pflegekraft, die Struktur trägt das Haus.
Drei Wege in die Umsetzung
Wissenschaftlich fundiertes Wissen, viel Praxisbezug und Übungen mit Kolleginnen und Kollegen machen die Seminare erlebbar. Was erlebt wurde, wird im Alltag besser umgesetzt.
Einstieg
Basisfortbildung, 1 Tag, inhouse
Pflegedienstleitung, Ärztliche Leitung, Sicherheit und Personalabteilung kennen den gemeinsamen Ablauf. Ergebnis: ein dokumentierter Meldeweg, der über alle Schichten funktioniert.
Vertiefung
Bewertungsteam, 1 Tag, inhouse
Das benannte Team bewertet Verhalten statt Personen – interdisziplinär mit Pflege, Medizin, Sicherheit und Personalabteilung. Ergebnis: Kriterien, Dokumentation und Eskalationsstufen für den Regelbetrieb.
Umsetzung
Standort-Check und Aufbau in rund 90 Tagen
Vom Standort-Check über Meldeweg, Team und Notfallkarten je Bereich bis zur geübten Fallkonferenz. Ergebnis: ein Bedrohungsmanagement, das in Gefährdungsbeurteilung und Arbeitsschutz dokumentiert ist. Der Zeitrahmen setzt die Mitwirkung Ihrer Organisation voraus – benannte Ansprechpartner, abgestimmte Termine, zeitnahe Freigaben.
Online-Kurs für alle Beschäftigten
rund 60 Minuten für alle Beschäftigten, barrierefrei auf unserer Lernplattform, mit Nachweis je Person: Wann melde ich, wie melde ich, was passiert danach. Damit erreichen Sie auch Nachtdienst, Teilzeitkräfte und neue Kolleginnen und Kollegen.
Angebote erstellen wir nach einem Gespräch individuell für Ihre Organisation.
Ergänzende Schulungen
Bewährt und sofort buchbar
- Umgang mit schwierigen Situationen
- Sicherheits- und Fehlerkultur
- Innentäter-Prävention – aus der Luftsicherheit bewährt
Neu im Programm
Je ein halber Tag, auf Ihre Fälle vorbereitet – bitte vier Wochen Vorlauf.
- Schwierige Gespräche führen
- Menschen in Ausnahmezuständen im Publikumsverkehr
- Drohungen am Telefon, per E-Mail und in sozialen Medien
- Kollegiale Erstbetreuung nach einem Vorfall
- Vorzimmer, Pforte, Empfang (90 Minuten)
Zusammenarbeit mit Unfallkasse und Berufsgenossenschaft
Deeskalationstrainings über Unfallkasse oder BGW sind ein guter Anfang. Den Meldeweg, das Bewertungsteam und den Ablauf dahinter bauen sie nicht – das ergänzen wir, gern in Abstimmung mit Ihrem bestehenden Trainingsangebot.
Bezug zu: Arbeitsschutzgesetz, DGUV-Vorschriften, Gefährdungsbeurteilung, Gewaltschutzkonzepte der Länder
Wer das macht
Praxiserprobt – seit 2011 setze ich in der Luftsicherheit um, was heute Bedrohungsmanagement heißt – geprüft vom Luftfahrt-Bundesamt. Für Kliniken, Behörden, Schulen und Unternehmen.
- LBA-Ausbilderzulassung seit 2011 ununterbrochen (LBA-232)
- Zuverlässigkeitsüberprüfung nach § 7 LuftSiG seit 2009
- Datenschutzbeauftragter gemäß DSGVO/BDSG
- M.Sc. Angewandte Psychologie (London Metropolitan University), durch die ZAB anerkannt
- Psychosoziale Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen seit 2017
- Anerkannte pädagogische Fachkraft – Anerkennung durch den Sozialpädagogisch-Medizinischen Dienst, Mittelfranken (Landkreis Nürnberger Land)
- Ausbilder-Eignung (AEVO / AdA)
- Systemischer Coach, DCV-zertifiziert
Was wir nicht tun
Keine Fallberatung im Akutfall, keine Diagnosen, keine Täterprofile. Dafür gibt es Polizei, Krisendienste und spezialisierte Institute – wir sorgen dafür, dass Sie den Weg dorthin kennen, bevor Sie ihn brauchen.
Formate
- Präsenz in Ihrem Haus, bundesweit – Sitz in Neumarkt in der Oberpfalz.
- Live-Online für verteilte Standorte und Schichtbetrieb.
- Online-Kurs für alle Beschäftigten, barrierefrei und mit Nachweis.
- Angebote erstellen wir nach einem Gespräch individuell für Ihre Organisation.
Bedrohungsmanagement für Ihre Klinik besprechen
Schildern Sie kurz Ihre Ausgangslage – Haus, Bereiche, bestehende Schulungen. Sie erhalten eine nüchterne Einschätzung, welche Schritte sinnvoll sind. Eine persönliche Rückmeldung erfolgt innerhalb von 24 Stunden an Werktagen.
Telefon 09181 5436701 · E-Mail info@allgefahren-resilienz.de